Der Drang nach Perfektion

Egal, ob im Beruf, in der Beziehung oder beim Sport – der Mensch ist stets auf der Suche nach Perfektion. Doch was passiert, wenn er die eigene Vorstellung der Perfektion erreicht hat? Dann verschiebt sich das Streben nach Perfektion auf ein höheres Level. Man ist noch immer nicht zufrieden, denn man findet immer noch ein weiteres Argument, wieso nicht alles perfekt ist. Hat man zB abgenommen, ist man vielleicht der Meinung, dass der Po nicht knackig genug ist. Hat man den perfekten Partner, findet man dennoch sicher etwas zum Aussetzen, auch wenn es nur Kleinigkeiten sind, die dann zu einer großen Sache werden. Ist man ein guter Anwalt, möchte man vielleicht sogar Partner werden. Hat man einen Aston Martin, will man einen Porsche. Der Mensch ist immer auf der Suche nach mehr!

Ziele sind wichtig und der Mensch sollte Ziele haben. Jedoch kann es auch dazu führen, dass man ständig damit beschäftigt ist, seiner to-Do-Liste nachzujagen, ohne das Jetzt zu genießen und VOR ALLEM zu schätzen. Irgendwie verrückt, findet ihr nicht auch?

Social Media ist in diesem Zusammenhang ein sehr beeinflussender Faktor. Man sieht die perfekten Menschen, wie sie ihr Leben leben. Ein tolles Leben, mit vielen Reisen, perfekten Körpern, den perfekten Partner an der Seite und wow, was sie immer so alles erleben – Perfektion pur. Da bekommt man ja selbst ein schlechtes Gewissen, wenn man das Wochenende wieder nur faul mit einer Chipspackung und Schokolade auf dem Sofa verbracht hat. Man hat das Gefühl stets nachzuhinken. Das meiste davon ist eine Mogelpackung, denn man sieht ja nur die schöne und inszenierte Seite. In Wahrheit hat jeder Mensch Probleme und Tage, an denen er nicht gut drauf ist. (Falls ihr mehr zu diesem Thema lesen möchtet, dann schaut bei Sonja von Ginger in the basement vorbei. Ich finde sie hat zu dem Thema einen richtig coolen Artikel verfasst.)

Ich bin froh, dass ich so alt bin, wie ich bin. Wäre ich erst 18, würde ich mir womöglich aufgrund Social Media einen enormen Druck machen. Die Jugend von heute (oh Gott, ich klinge wie meine Oma) hat es nicht leicht und ich würde um keinen Preis tauschen wollen.

Im Endeffekt geht es doch um Glückseligkeit. Jeder von uns will doch einfach nur glücklich sein. Man braucht auch gar nicht viel zum Glücklichsein. An dieser Stelle möchte ich eine Passage aus einem Buch mit euch teilen, welches ich gerade lese: „Es gibt verschiedene Wege, welche Glücklichsein herbeiführen. Ein Mensch, der bereit ist, Einschränkungen und Barrieren zu akzeptieren, und sich nicht vor ihnen fürchtet, ist frei. Ein Mensch, der nichts anderes tut, als gegen Einschränkungen und Barrieren zu kämpfen, wird gewöhnlich gefangen werden.“ Diese Worte haben mir sehr gut gefallen und wenn man darüber nachdenkt, kann man sie in jeglichen Lebensbereichen einsetzen (Job, Familie, Freunde, Partnerschaft). Oft hat man sogar das Gefühl, es bestünde eine Barriere, die vielleicht gar keine Barriere ist. Nehmen wir zB eines der Eingangsbeispiele her: 5 Kilo abnehmen. Was passiert, wenn man die Barriere überwunden hat? Ist man dann glücklich oder findet man eine weitere Barriere, die einen vom Glücklichsein abhält? Ich denke Zweiteres wird der Fall sein. Glaubt mir! Ich bin schlank und könnte euch einige Dinge aufzählen, die ich dennoch an meinem Körper ändern würde. Bitte versteht mich nicht falsch. Das soll jetzt nicht heißen, dass man sich im Leben keine Ziele setzen sollte und alle Dinge so akzeptieren sollte wie sie sind. Ziele sind wichtig. Aber man kann es auch übertreiben und sich das Leben damit schwer machen. Man zerstört seine innere Ruhe. Man jagt ständig Dingen hinterher und ruft sich zu selten ins Bewusstsein, was man schon alles hat/kann usw. Und das Leben zieht an einem vorbei! Deshalb horcht in euch hinein: Sind bestimmte Ziele tatsächlich notwendig? Ist es die harte Arbeit wert. Sind euch die Ziele tatsächlich wichtig. Braucht ihr sie zum Glücklichsein? Ich denke, wenn man seine Gedanken geordnet hat und sich ins Bewusstsein gerufen hat, was tatsächlich wichtig ist und was einen tatsächlich glücklich macht, findet man wieder seine innere Ruhe. Und genau diese ist meiner Meinung nach der Schlüssel zum Glücklichsein.

Die innere Ruhe ist der Schlüssel zum Glücklichsein!

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Akzeptiere dich und habe mehr vertrauen in dich!