Goodbye Zucker – Sarah Wilson

(ACHTUNG: Bei diesem Beitrag geht es um keine Diät oder Totalverzicht, sondern um das Thema, wie man seine Zuckersucht unter Kontrolle bringt.)

Ich habe euch ja schon mal erzählt, dass ich mich sehr sehr oft schlapp, müde und antriebslos fühle. Dazu kommt, dass ich mich meist nur sehr schwer konzentrieren kann, was dazu führt, dass ich in der Arbeit komplett unnötige Fehler fabriziere. Täglich kehrt gegen 16 Uhr eine innere Unruhe ein. Ich merke, wie mein Blutzuckerspiegel sinkt und mein Gehirn nach Zucker schreit. Ich werde innerlich so richtig unrund und kann dann oft nicht ruhig sitzen. Das Gefühl ist richtig unangenehm und meine Konzentration ist zu dieser Tageszeit komplett im Keller. Kennt ihr das auch?

Was passiert dann? Ich greife zu Schokolade oder Keksen. Danach fühle ich mich besser (jedoch nur für kurze Zeit). Dies endet jedoch meist in einer kleinen Attacke: Habe ich mit einer Kekspackung begonnen, kommt der Heißhunger und mein Körper schreit nach mehr und mehr Zucker. Nach einer kurzen „Gut-Phase“ kommt aber wieder die „Tief-Phase“. Ich fühle mich wieder schlapp. Diese Verhaltensweise wiederholt sich beinahe jeden Tag. Ein Teufelskreis. Hinzu kommt aber auch noch die Zufuhr von verstecktem Zucker, welcher in Lebensmitteln vorhanden ist, bei denen wir nie an Zucker gedacht hätten. So kommt es, dass mein Körper tagtäglich von Unmengen an Zucker bombardiert wird, obwohl er dafür gar nicht geschaffen wurde. 

Da ich mir sicher bin, dass Zucker die Ursache für meine Antriebslosigkeit und Dauermüdigkeit ist, habe ich mich in letzter Zeit sehr intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt. Das Buch von Sarah Wilson „Goodbye Zucker“ habe ich verschlungen und kann es nur jedem, der sich ebenfalls etwas näher mit diesem Thema auseinandersetzen möchte, weiterempfehlen. Sarah beschreibt in ihrem Buch, welchen Effekt Zucker auf sie hatte und wie sie sich in dieser Zeit gefühlt hat. Während des Lesens dachte ich mir ständig: „Jaaa, es geht mir genauso!“ und ich musste ihr durchgehend zustimmen. Ich war irgendwie erleichtert, weil ich endlich eine Ursache gefunden hatte. Mir wurde nämlich bewusst, dass man etwas dagegen tun kann. Sarah hat einen 8-Wochen-Plan entwickelt, der einem dabei helfen soll wieder zuckerunabhängig (nicht nur Glucose, sondern auch Fructose!!!) zu werden. In ihrem Plan geht es nicht darum komplett auf Zucker zu verzichten oder eine Diät zu machen, sondern den Zuckerkonsum dauerhaft unter Kontrolle zu halten, denn schließlich ist es nichts anderes als eine Sucht (laut dieser Studie treten dieselben Entzugserscheinung, wie bei Kokain-, Morphium- oder Nikotinabhängigen, auf). In diesem 8-Wochen-Programm geht es auch darum, dass man die Nahrungszufuhr wieder bewusster wahrnimmt und, dass es einem klar wird, wie viel versteckten Zucker wir tagtäglich zu uns nehmen. Wusstet ihr zB, dass fettarme Lebensmittel, wie zB Joghurt, viel mehr Zucker beinhalten als „normale“ Milchprodukte? Oder dass zB Brot oder Kartoffeln im Körper zu Zucker umgewandelt werden?

Die Abgewöhnung von Zucker geht nicht von heute auf morgen. Laut Sarah dauert es ca. 2 Monate bis man diese Sucht unter Kontrolle hat (beruht auf einer wissenschaftlichen Studie). Man soll langsam anfangen und sich steigern („Wenn wir etwas gar nicht mehr essen sollen, begehren wir es umso mehr und denken die ganze Zeit daran“ – Sarah Wilson). Am Ende ihres Programms soll man eine Zuckerzufuhr von maximal 6 Teelöffeln pro Tag (dies entspricht 2 Äpfeln pro Tag – jedoch darf daneben kein versteckter Zucker – wie zB Brot/Kartoffeln/fettarmer Joghurt/gezuckertes Müsli zugeführt werden) erreichen. Nur zum Vergleich: Ein zuckerabhängiger Mensch nimmt ca. 26 Teelöffeln Zucker in Form von Glukose, Fructose und verstecktem Zucker pro Tag zu sich. Ihr seht also, das ist ein enormer Unterschied.

Ich finde Sarahs 8-Wochen-Plan wirklich sehr gelungen und ich hoffe, dass mir dieser helfen wird, meinen Zuckerkonsum in den Griff zu bekommen. Ich werde Sarahs Rat befolgen und daher klein anfangen. Ich habe mir daher für den Jänner zum Ziel gesetzt, nichts zu naschen (keine Schokolade, keine Kekse usw.). Auf die Zuckerzufuhr in Form von Obst oder normalen Lebensmitteln werde ich im Jänner nicht verzichten, da ich zunächst einmal testen möchte, ob bereits diese Veränderung einen positiven Effekt auf mich haben wird. Um das geht es auch in Sarahs Buch: Man soll herumexperimentieren und beobachten, was einem hilft und nicht radikal auf etwas verzichten. Ich werde euch in einem separaten Beitrag berichten, wie es mir ergangen ist und ob es schwer war bzw. ob ich einen Rückschlag erleiden musste (leider gab es einen schwachen Moment – ist aber nicht schlimm). Da ich mich mit den Thema Zucker noch mehr auseinandersetzen möchte sowie einige Rezepte von Sarahs Buch ausprobieren möchte, wird es zu diesem Thema noch weitere Beiträge geben.

Ich hoffe, das Thema interessiert euch? Habt ihr auch schon mal an eine Zuckerentwöhnung gedacht?

  • Comments

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    katy fox

    miene beste freundin macht das programm auch – u hat letzten sogar einen beitrag auf meinen blog darüber (inkl. rezpet) veröffentlich
    echt ein tolles programm – aber arg wenn man es macht u sieht wo überhaupt alles zucker drinnen ist
    glg katy

    http://www.lakatyfox.com

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      tinera

      Hallo Katy, oh den Beitrag muss ich mir gleich mal durchlesen.

      LG
      Tina

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    Astrid

    Hey Tina!
    Da geht’s UNS beiden ziemlich ähnlich… werd mir auch das buch zulegen, bin gespannt was du berichtest! :)

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      tinera

      Hallo Astrid,

      ja mach das. Und falls du das Programm auch machen solltest, würde ich mich über einen kurzen Bericht von dir freuen :-)

      LG
      Tina

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    Stefanie

    Hi Tina, ich hab das Buch auch gelesen und kann es auch jedem weiterempfehlen. Die Rezepte sind auch einfach nachzukochen, vor allem da man nicht allzu viele Zutaten pro Rezept benötigt. glg

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