Jahresvorsätze – nein danke?

Grundsätzlich bin ich kein großer Fan von Jahresvorsätzen. Man legt sie fest, ist motiviert und schwups nach wenigen Tagen/Wochen sind sie auch schon wieder vergessen. Aus diesem Grund habe ich mir in den letzten Jahren auch keine zum Ziel gesetzt. Ich war nämlich der Meinung, wenn man ein Ziel erreichen möchte, dann kann man den Fokus auch unter dem Jahr auf das Ziel richten. Dazu brauche ich doch keine Jahreswende. Kann man ein wenig mit dem Valentinstag vergleichen: Wieso muss mein Freund mir genau an diesem Tag Blumen kaufen? Ist doch viel schöner, wenn er es unterjährig aus freien Stücken tut.

Doch heuer ist irgendwie alles anders. Wieso nicht einen Zeitpunkt hernehmen, an dem man mit Altlasten abschließen und Neues eröffnen kann? Ist doch eigentlich befreiend! Puh, für diese Einsicht hat es jetzt Jahre gedauert. Aus diesem Grund gibt es 2017 im Hause Tinera ebenfalls einen Vorsatz hahahaha. Kann sein, dass ich in wenigen Woche zu meiner Ursprungsmeinung „Jahresvorsätze sind doof“ zurückkehre, aber wenn man es nicht versucht, dann kann man etwas auch nicht doof nennen. Somit: Hallo Jahresvorsatz! Let`s do this! Aber was ist nun mein Jahresvorsatz?

veggie bowl – das Rezept findet ihr hier

Komplett unkreativ und unspektakulär. Womöglich der Jahresvorsatz eines jeden zweiten Österreichers hahahahaha: SPORT und GESUNDE ERNÄHRUNG! Hier meine Erklärung: Ich war schon immer ein sehr sehr sportlicher Mensch. Ballsportmensch. In den letzten Jahren habe ich meine sportliche Aktivitäten extrem schleifen lassen. Zuerst in die Unibücher hineingetigert und schließlich in den Beruf.  Die Ernährung war mies und Bewegung gab es nur sehr selten. Kekse und Schokolade zwischendurch waren gang und gäbe. Vor allem in der Arbeit, denn ab ca. 16 Uhr ist mein Blutzuckerspiegel im Keller. Man greift zu süßem Zeug (geht halt schnell und schmeckt) und schlittert in eine Endlosschleife, denn Zucker macht müde, träge und man ist antriebslos. Die Konzentration schwindet. Und ist man mal antriebslos kann man sich nur für wenige Sachen motivieren. Erst recht nicht für den Sport. Du kennst das? SCHLUSS DAMIT! 

Als junger Mensch vergisst man oft, dass man selbst auch irgendwann mal alt wird. Der eigene Körper ist eine Maschine, die gepflegt werden muss. Und das nicht nur von außen :D. Schlechte Haut, Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Konzentrationslosigkeit, Lustlosigkeit … all das kommt von schlechter Ernährung und wenig Bewegung. Man vergisst oft, dass Sport ein Wundermittelchen gegen vieles ist. Vor allem gegen Stress. Hat man also viel Stress im Alltag, sollte man erst recht auf Sport zurückgreifen und die Ausrede „Aber ich habe ja keine Zeit“ beiseite schieben. Ich weiß, das ist nicht immer leicht. Ich kenne das. Bin ja genauso. Aber eine Sporteinheit hilft. Man hat danach einen viel klareren Kopf und man sieht die Dinge oftmals ganz anders. Die Stellungnahme in der Arbeit oder die Seminararbeit auf der Uni schreibt sich dann wie von selbst.

Was ich also mit meinem Vorsatz umsetzen möchte? Der Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Konzentrationslosigkeit und vor allem meinen Rückenschmerzen den Kampf ansagen und wieder etwas fitter werden. Ernährungstechnisch möchte ich nicht auf alles verzichten. Burger und Pizza zB dürfen es ab und zu natürlich weiterhin sein, jedoch nicht 3-4 x in der Woche, so wie es jetzt eben ist. Und die Naschkatze in mir soll auch nicht zu 100 % verschwinden, aber Teile von ihr. Ihr müsst wissen, ich nasche JEDEN TAG. Egal, ob Schokolade, Kekse oder Chips. Das kann es wohl nicht sein! Um nicht wieder rasch in alte Gewohnheiten zu schlittern, werde ich somit nicht einen Komplett-Verzicht anstreben, sondern weiterhin auch Junk Food essen, jedoch das gesunde Essen wird auf meinem Teller überwiegen. Außer für den Jänner habe ich einen kleinen Komplett-Verzicht geplant, von dem ich euch noch in einem anderen Beitrag berichten werde. Aufgrund meines Vorsatzes wird es auf dem Blog daher in Zukunft viel mehr sportliche Beiträge geben.

Was sind eure Jahresvorsätze? Oder findet ihr sie auch so doof, wie ich ursprünglich?

  • Comments

  • avatar
    tamara

    Ich mache mir eigentlich nie gedanken über jahresvorsätze, weil ich mich immer gesund bzw abwechslungsreich ernähren will und auch immer sport mache, deswegen muss ich mir darüber auch keine gedanken mehr machen. ich habe zwar schon ziele, die ich erreichen „muss“ bzw sollte, unitechnisch und so. deswegen bedeutet ein neues jahr jetzt nicht wirklich viel für mich, ausser dass ich und mein freund im oktober einen weiteren jahrestag miteinander verbringen, unsere geburtstage fast gleichzeitig feiern, und dass viele reisen bevorstehen.
    trotzdem finde ich es toll, wenn sich andere menschen ziele fest vornehmen und auch daran arbeiten, diese wirklich zu erreichen, um am ende des jahres dann sagen zu können „ich habe mich an meine vorsätze gehalten und jetzt fühle ich mich gut, so kann es weitergehen“. Wenn die vorsätze zur routine werden – das finde ich super, und so ist es nämlich bei mir momentan. vor 2 jahren machte ich mir die ernährung und den sport zum vorsatz, und heute gehört beides zu meinem alltag.

    liebe grüsse,
    tamara | brunettemanners.at

    • avatar
      tinera

      Oh wow, danke für dein Kommentar. Ist ja Wahnsinn, dass du deinen Vorsatz zur Routine umwandeln konntest. Ist auch nicht so selbstverständlich. Ich mache mir eigentlich auch nichts aus Vorsätzen, da ich der Meinung bin, dass man sich Ziele auch unter dem Jahr setzen kann und Jahresvorsätze werden eh meist nicht lange ernst genommen. :-) Aber dieses Jahr dachte ich mir – ich versuche es auch und wenn es Mai gewesen wäre dann hätte ich mir das Ziel auch im Mai gesetzt. So war es eben ein guter Zufall :-) … LG

  • Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published. Required fields are marked *

TOP