Los Angeles – Reisetipps

Wenn man sich mit Freunden oder Bekannten über Los Angeles unterhält, bekommt man oft zu hören, dass der Los Angeles Besuch nicht so toll war. Geschmäcker sind verschieden und nicht jeder muss von denselben Dingen begeistert sein. Manchmal liegt es aber auch daran, dass man den Los Angeles Aufenthalt nicht richtig geplant hat bzw. schon eine Erwartung an diese Stadt hat, die schließlich nicht erfüllt wird. Das führt dazu, dass man enttäuscht ist und Los Angeles auf seiner travel bucket list komplett abhackt. Deshalb sollte man vor einem Los Angeles Besuch unbedingt auf die 3 nachfolgenden Dinge achten:

3 Dinge, die du bei einem Los Angeles Besuch auf jeden Fall beachten solltest

Auto: Du brauchst UNBEDINGT ein Auto, um den Aufenthalt in vollen Zügen genießen zu können. LA ist nämlich eine riesige Stadt. Die Distanzen werden oft unterschätzt und man verlässt sich auf öffentliche Verkehrsmittel. Außerdem hat LA kein Zentrum, bei dem man sagen könnte, hier spielt sich alles ab. Vielmehr gibt es mehrere Hotspots, die teilweise sehr weit voneinander entfernt sind. LA hat zwar ein Metro Rail System und Busstationen, doch mit diesen kommt man nicht überall hin. Außerdem muss ich ehrlich gestehen, fühle ich mich am Abend als Frau in der U-Bahn dort nicht sicher. Klingt blöd, ist aber so. Mit Auto ist man unabhängig. Kann je nach Lust und Laune durch die Gegend fahren, wie zB durch Beverly Hills und die Häuser der Stars bewundern oder sich einen guten Aussichtspunkt suchen, um sich das Hollywood Sign bzw. die Stadt von oben anzusehen. Ohne Auto müsste man hier eine Bustour mieten und ist dabei an den Zeitplan der Tour gebunden. Zudem ist es ein sehr schönes Erlebnis, wenn man mit dem Auto einige kalifornische Strände besuchen kann (Malibu Beach, Santa Monica, Venice Beach, Manhattan Beach, Long Beach, Huntington Beach, Newport Beach) und dort einige schöne Stunden verbringen kann. Ich finde, da erlebt man Kalifornien so richtig. Ohne Auto wäre dies wahrscheinlich gar nicht möglich bzw. extrem mühsam. Wir haben unser Auto rechtzeitig vor Anreise gebucht und somit einen halbwegs günstigen Preis ergattert. Vergleiche bei deiner Buchung auf jeden Fall mehrere Mietwagen-Anbieter. Und am besten ist es natürlich für das Beach-Hopping, wenn man sich ein Cabrio mietet.

LA ist ein bisschen „abgefuckt“: Ich finde durch die vielen Hollywood-Filme hat sich in unseren Köpfen bereits abgespeichert, dass LA eine extrem saubere und edle Stadt ist. Auf die reichen Gegenden trifft das natürlich zu. Aber der Rest ist eher etwas „abgefuckt“. Nehmen wir zB Venice Beach als Beispiel: Viele Obdachlose, teilweise Müll auf der Promenade und einfache Cafés. Aber genau das macht den Venice Beach aus! Kommt man also mit einer ganz anderen Erwartungshaltung hin, ist man enttäuscht. Dasselbe trifft meiner Meinung nach auch auf New York zu. Die Lokale sind dort teilweise ziemlich „abgefuckt“. Denkt nur mal an den Mäci. Dieser ist mit dem europäischen Mäci nicht einmal ansatzweise vergleichbar. Ein weiteres Beispiel: Las Vegas! Durch Hollywood haben wir in unseren Köpfen, dass in Las Vegas rund um die Uhr die Post abgeht. Eine aufregende Stadt. Als ich das erste Mal dort war, war ich umzingelt von Familien mit Kleinkindern. Um 1 Uhr morgens standen wir vor einem bereits geschlossenen Club. Ja klar, ist man mit einer lustigen Partie dort, geht natürlich die Post ab. Aber das tut es auch in Wien. Da muss man nicht extra nach Las Vegas fahren, sondern kann genauso einen Club in Wien besuchen. Ich hoffe ihr wisst auf was ich hinaus möchte. Dennoch muss man Las Vegas mal erlebt haben und einen Hangover überstanden haben. Somit ganz wichtig: Besucht Los Angeles mit der Einstellung, dass nicht alle Ecken oder Restaurants, denen ihr dort begegnen werdet, schön, edel oder sauber sind. Wenn man mit dieser Erwartung dorthin reist, wird man meiner Meinung nach nicht enttäuscht.

Chillen: Los Angeles ist eine Stadt zum Genießen. Klar, hat die Stadt viele Sehenswürdigkeiten zu bieten, aber auch viele Plätze/Restaurants/Strände zum Genießen und Chillen. Versuche also nicht einem Sightseeing-Spot nach dem anderen nachzujagen, sondern eher den Flair der Stadt zu genießen. Schnapp dir ein Rad oder deine Laufschuhe und genieße die Atmosphäre entlang der Promenade von Santa Monica bis zum Venice Beach. Setz dich auf der Melrose Avenue in ein nettes Café und beobachte einfach nur die Leute. Weitere Tipps findet ihr weiter unten.

Aber nun zu meinen Hotspots in Los Angeles

Venice Beach: Wie bereits oben kurz beschrieben, ist der Venice Beach etwas „abgefuckt“. Kommt man mit dieser Einstellung dort hin, stört es einen nicht weiter, denn irgendwie macht dies diesen Ort so aus: Obdachlose, Straßenkünstler, Müll auf der Promenade, Marihuana-Verkäufer und der Geruch, der sie sofort erkennbar macht, Muscle Area, viele Läufer, Skater, Radfahrer, Paddle Tennis Courts, viele Palmen usw. Spaziere die Promenade entlang oder schnapp dir ein Fahrrad/deine Laufschuhe und genieße die Atmosphäre auf der Promenade zwischen Venice Beach und Santa Monica.

Abbot Kinney Blvd in Venice: Ich mag diese Gegend … mit ihren vielen kleinen Shops, süßen Cafés und Palmen. Man kann dort abseits vom Kommerz shoppen gehen, nett frühstücken und mittagessen sowie zwischendurch seinen Kaffee genießen. Lokalempfehlung: The Butcher`s Daughter.  (Danke für den Restauranttipp liebe Daniela!)

Melrose Avenue: Melrose Avenue ist mit dem Abbot Kinney Blvd vergleichbar. Ebenfalls viele Shops abseits des Kommerzes sowie viele tolle Restaurants und Cafés. Die Melrose Avenue ist nur viel viel länger als der Abbot Kinney Blvd. Zudem findet man dort so einige Vintage Läden. Man kann dort wirklich Stunden verbringen. Meiner Meinung nach ein Must-Do, wenn man in Los Angeles ist. An einem Abend haben wir im IloveTaste zu Abend gegessen. Wir waren alle von den Burgern und Süßkartoffeln begeistert. Das Le Zinqué ist ebenfalls empfehlenswert.

Strand-Hopping: Plant unbedingt ein Strand-Hopping mit einem eigenen Auto ein: Malibu Beach, Santa Monica Pier, Venice Beach, Manhattan Beach, Long Beach, Huntington Beach, Newport Beach. Wir sind auch die Strecke LA – San Francisco abgefahren. War ebenfalls ein kleines Highlight. Santa Barbara ist ebenfalls ein schönes kleines Fleckchen. Wir haben in einem Airbnb in Santa Monica gewohnt. Die Unterkunft kann ich euch empfehlen. Sie war wunderschön und sauber. Perfekt für 4 Personen (2 Zimmer, 2 Bäder, sogar eine Waschmaschine und Trockner). Die U-Bahn war auch direkt daneben, falls ihr euch gegen ein Auto entscheiden solltet. Der Santa Monica Pier nur wenige Gehminuten entfernt, genauso wie die Santa Monica Einkaufsstraße. Ich mag Santa Monica. Eine sehr schöne Gegend. Der Santa Monica Pier ist auch einen Besuch wert. Jedoch ist mir dort teilweise zu viel los. Gut frühstücken kann man bei Le Pain QuotidienManhattan Beach hat eine wunderschöne kleine Promenade mit einem kleinen Pier. Diese Gegend ist nicht so touristisch wie zB die am Santa Monica Pier. In Manhattan Beach findet man ebenfalls ein paar kleine süße Shops und die Häuser dort lassen einen träumen. Solltet ihr Manhattan Beach besuchen, holt euch unbedingt eine Acai Bowl bei Paradise Bowls. So so gut! In Huntington Beach haben wir einen kleinen Farmer´s Market besucht. Ich habe schon lange keine so guten Beeren gegessen. Sie waren süß und saftig. Wir waren hin und weg. Wer ein großer O.C. California Fan war/ist, muss natürlich auch Newport Beach besuchen. Long Beach hat uns alle richtig erstaunt. Dort leben, denke ich, die richtig Reichen. Wir konnten es kaum fassen: Fährt man durch Long Beach und blickt man den Hügel hinauf, sieht man dort eine große Villa nach der anderen. Das erstaunliche war: Es waren so so viele Häuser. Man wusste gar nicht, wo man zuerst hinsehen soll. In der Stadt selbst, findet man ein Restaurant nach dem anderen. Man merkt auf Anhieb, wie reich die Menschen dort sind. Schick und edel. Eine andere Welt.

Santa Monica


Manhattan Beach


Huntington Beach

Long Beach

LA von oben bewundern: Suche dir ein nettes Plätzchen zwischen den Hollywood Hills und bewundere LA von oben. Egal, ob bei Tag oder Nacht: Stets ein Highlight.

Unterwegs waren wir übrigens zu 4. Mit Dragana und Adel. Beide seit kurzem ebenfalls unter den Bloggern ;). Das interessante an deren Blog Il Mistre ist, dass er das Gesicht vor der Kamera ist und sie die Outfits zusammenstellt und über Männermode schreibt … quasi aus der Perspektive einer Frau. Eine sehr interessante Kombination. ;)

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