Warum ich Kalifornien so liebe

Mit 18 durfte ich nach der Matura ein halbes Jahr in Australien verbringen. Nach nur wenigen Tagen hatte mich dieses Land verzaubert und ich setzte mir in den Kopf: „Eines Tages muss ich hier leben!“. Seither hatte ich dieses Gefühl bei keinem anderen fremden Land. Mit 24 ging es dann für einige Wochen nach Amerika. Und da war es wieder: Dieser Drang Zuhause alles liegen und stehen zu lassen, die Tasche zu packen, unvernünftig zu sein und für ein paar Jahre auszuwandern. Nicht für immer! Aber für ein kleines Zeitl. Jetzt, mein Ich ist 29, immer noch verzaubert von beiden Ländern, obwohl ich gestehen muss, meine Kalifornien-Liebe ist nach unserem Amerika-Urlaub vor einigen Wochen um ein weiteres Stückchen gewachsen und hat Australien überholt.

Ja, die Amis sind oberflächlich, teilweise unfassbar eigenartig, komisch und nerven mich manchmal, aber sie haben auch positive Eigenschaften. Ich mag den Mut, den viele in sich tragen und die Einstellung, dass man mit Fleiß alles erreichen kann. Natürlich können sich diese Einstellung nicht alle Amis „leisten“. Das Leben erlaubt diesen Mut manches Mal nicht und mir ist bewusst, dass viele von ihnen in Armut leben, schlecht bezahlte Jobs (eine Kellnerin verdient ca. 2,50 Dollar pro Stunde – unfassbar!!!) haben  und arbeits- sowie sozialrechtliche Bedingungen nicht als Stütze im Hintergrund besitzen (in Amerika gibt es keine Kündigungsfristen, keine Karenzzeit und von Sozialversicherung brauche ich erst gar nicht anfangen), aber dennoch schätze ich diesen Mut und Ehrgeiz, mit dem man versucht die Dinge anzupacken, auch dann wenn sie riskant und unmöglich sind. Wieso nicht einfach mal versuchen? Das Unmögliche möglich machen?! Wir Europäer schwimmen eher lieber in sicheren Gewässern, was natürlich auch viele Vorteile hat. Aber dennoch: Man hat nur ein fucking Leben. Dieses ist kurz und vergeht viel zu schnell. Wieso nicht die Dinge machen, die man liebt, die einem Spaß machen, die einen begeistern und bei denen die Leidenschaft brennt. Wieso nicht mal unvernünftig und riskant sein?

Diese Leichtigkeit liebe ich an Kalifornien. Aber nicht nur das, sondern auch das tolle Wetter. Ich glaube, manchmal ist es uns gar nicht so bewusst, wie sehr das Wetter unser Leben beeinflusst. Ich liebe den Sommer. Meine Laune und Motivation im Sommer ist immer viel größer. Meine Sportmotivation ebenso. Die kalifornische „Frühlingsbrise“ tut meinem Kreislauf sehr gut und spaziert man die Promenade in Santa Monica entlang, kann man nicht anders als die Laufschuhe anschnallen. Auf der Promenade ist man rund um die Uhr von Läufern umgeben. Ich liebe diesen Flair. Er motiviert einen. Wir sind beinahe jeden Morgen die Santa Monica Promenade entlang bis nach Venice gelaufen. Jeden Morgen vor der Arbeit dort laufen zu gehen, kann ich mir richtig gut vorstellen. Da steht man gerne früher auf. Vor allem, wenn einen die Sonne anlacht.

Jetzt wisst ihr wieso ich Kalifornien so liebe:

MUT UND RISIKOFREUDE

LEICHTIGKEIT

FRÜHLINGSHAFTES KLIMA 

SPORTMOTIVATION UND EHRGEIZ

machen dieses kleine Fleckchen Erde definitiv aus.

Wem geht es genauso? Hände hoch!

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