was verdient denn eigentlich ein Politiker?

Was verdient denn eigentlich ein Politiker? Habt ihr euch das auch schon gefragt? Wer bestimmt eigentlich die Höhe eines Politiker-Gehalts? Normalerweise gibt es bei einem Dienstverhältnis zwei Fronten – den Arbeitgeber und den Arbeitnehmer. Doch wer ist im Falle des Politikers der Arbeitgeber? Eigentlich die Politiker selbst, oder? Man bestimmt somit für die eigenen Reihen die eigenen Gehaltsbedingungen. Klingt doch irgendwie unfair, meint ihr nicht?

Ich habe recherchiert und dabei Nachfolgendes herausgefunden:

Quelle: Bundesverfassungsgesetz über die Begrenzung von Bezügen öffentlicher Funktionäre

Foto von Rechnungshof: siehe hier

Was rechtfertigt nun diesen hohen Verdienst? Bitte versteht mich nicht falsch. Ich möchte nicht respektlos klingen. Der Job eines Politikers ist nicht einfach und erfordert viele Nerven. Man darf natürlich auch nicht alle in eine Schublade werfen. Macht einer seinen Job gut, soll er auch für seine Mühen und Verantwortung angemessen entlohnt werden. Dennoch bin ich der Meinung, dass es so einige Politiker gibt, die ihren Job nicht gut machen und ein derartiges Gehalt nicht mal ansatzweise verdient haben. Erledigst du in der Privatwirtschaft deinen Job mangelhaft, wird sich dein Chef irgendwann mal zu Wort melden und dich kündigen. Als Politiker verschwindet man in den hinteren Reihen der Partei und verdient sich dennoch eine goldene Nase. Was ist nun die Rechtfertigung für derartige Politiker? Meiner Meinung nach gibt es keine. Die, die an der Macht sind, sorgen natürlich dafür, dass es den eigenen Reihen gut geht. Und das mit unseren Steuergeldern. Wenn sie wenigstens etwas weiterbringen würden. Doch das ist leider nicht der Fall. Sie haben nur Interesse daran, dass die eigene Partei vorankommt. Wieso muss man pro Arbeiter und contra Unternehmer sein oder umgekehrt? Wieso kann man nicht pro beide Richtungen sein? Wieso können sich die Parteien nicht in der Mitte treffen und von jeder Partei den besten Schinken mitnehmen? Wieso muss man stur nur in die eine Richtung gehen / denken? Wisst ihr was, mir geht das tierisch „am Zaga“. Bin gespannt, wann sich das endlich ändern wird. Womöglich nie!

Ein weiteres Sorgenkind: Die EU! Ich war immer schon ein großer Fan von der EU: Gemeinsam etwas schaffen und vorankommen. Das klingt meiner Meinung nach sehr sinnvoll. Doch momentan habe ich das Gefühl, dass die EU eher Steine in den Weg legt als sie wegzuräumen. Wisst ihr was ein EU-Politiker verdient? Monatlich EUR 8.484,05 (hier kommt aber noch eine Kostenvergütung iHv monatlich EUR 4.342,00 sowie EUR 306,00 je Parlamentssitzung hinzu – Quelle hier). Wahnsinn, oder? Für welche Tätigkeit eigentlich? Dafür, dass zB Allergen-Bestimmungen erlassen werden? Der Mensch ist doch bitte ned deppat. Wenn ich eine Allergie habe, dann weiß ich das doch und achte beim Bestellen darauf. Muss man dem Menschen in allen Richtungen das eigene Denken wegnehmen? Und wisst ihr was? – Die Allergen-Bestimmung wurde wieder erneuert. Mitbekommen? Und zwar wurde sie wieder abgeschwächt. Die Umsetzung hat wohl doch nicht so geklappt, wie sich die EU das vorgestellt hat. Kann man sich so etwas nicht im Vorhinein überlegen? Da greift man sich doch nur am Kopf, oder? Sinnvoller wäre es doch die Kernaufgabe wieder aufzunehmen. Nämlich Probleme der EU gemeinsam zu lösen (wie zB die Flüchtlingskrise) und nicht Probleme durch unüberlegte Bestimmungen zu schaffen. Schon seit Jahren flüchten Menschen nach Europa und wir haben noch immer keine EU-Lösung, wie wir diesen Menschen am besten helfen könnten. In meinen Augen hat die EU, dann als wir sie am meisten gebraucht haben, versagt. Das soll jetzt bitte nicht heißen, dass ich für einen EU-Austritt wäre. Nein! Aber vielleicht würde es schon helfen, wenn man nicht immer die Politiker, die im Inland keine Erfolge feiern durften ins EU-Parlament schicken würde, sondern Politiker, denen wirklich etwas an der EU liegt. So, ich weiß das war jetzt gemein. Aber denkt bitte einmal darüber nach!

Ich weiß, dieser Beitrag ist sehr kritisch und teilweise vielleicht sogar etwas gemein. Aber ich denke, man sollte den Dingen oft kritisch begegnen und sie nicht einfach so hinnehmen. Denn nur dann beginnt man die Dinge aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und tiefgründiger darüber nachzudenken.

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    Andrea

    Super Beitrag! Vl. ein bisschen kritisch, aber auch sehr wahr! Eh wie du sagst, wenn ich mir denke wie Freunde von mir die im Einzelhandel oder auch in Büros arbeiten, anpacken müssen um einen Bruchteil von einem Politikergehalt zu verdienen, kann man schon ein bisschen grantig werden. Und wenn man dann auch noch sieht das einfach (subjektiv empfunden) nichts weitergeht in unseren Parteien, außer den üblichen Streitereien, ist es einfach unendlich frustrierend! Wäre schön wenn sich da mal was ändern würde!
    GLG, Andrea
    Pebbles and Blooms

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      tinera

      Hallo Andrea, danke für dein Kommentar. Genau, das denke ich mir auch so oft. Es gibt Leute, die arbeiten sich zu Tode und verdienen nicht einmal einen Bruchteil davon, obwohl sie eine Überstunde nach der anderen schieben und vielleicht sogar am Wochenende auch arbeiten müssen. Kann sein, dass die Verantwortung nicht mit jener eines Politikers zu vergleichen ist – wird wohl so ein. Aber die Politiker-Gehälter sind meiner Meinung nach dennoch viel zu hoch.

      LG
      Tina

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