Wie erstelle ich meinen eigenen WordPress.org Blog?

„Was zum Kuckuck ist ein FTP Client? FileZilla wer? Nie im Leben werd ich das schaffen“ … Kommt euch das bekannt vor? Ja?! Dann willkommen im Klub! Als ich mich endgültig entschlossen hatte von WordPress.com zu WordPress.org zu wechseln, war ich zu Beginn ein wenig verzweifelt. Davor hatte ich noch nie etwas mit HTML, FTP, Webspace etc zu tun. Mit etwas Geduld, Zeit und Herumgestöbere im Internet, nahm alles seinen eigenen Lauf. Deshalb mein Tipp an euch: Habt Geduld und niemals aufgeben!

Da es sehr schwer war Anleitungen zu den ganzen Problemstellungen auf Deutsch zu finden, dachte ich mir mein angelerntes Wissen in einem Beitrag niederzuschreiben, um anderen bei ihrer Blogerstellung zu helfen. Los geht`s …

1.Wordpress.com VS WordPress.org:

Als ich vor einigen Monaten mit dem Bloggen loslegte, legte ich mir vorerst einen Blog bei WordPress.com an. Nach einiger Zeit begann ich mich immer mehr über WordPress.com zu ärgern, da die Designs, die einem zur Verfügung gestellt werden sehr begrenzt sind und irgendwie kein Design dabei war, das mich zu 100% überzeugte. Auch alle anderen Einstellung, wie zB Plugins etc, sind sehr begrenzt und man konnte sich bei der Blogerstellung meiner Meinung  nach nicht wirklich austoben. Mir war es wichtig mehr Spielraum und mehr Features zu haben. Das war der Grund warum ich letztendlich gewechselt habe.

Jedoch bereue ich es nicht, dass ich zunächst einmal mit WordPress.com angefangen habe, da es ideal für Anfänger ist, da man mit der Bedienung wenige Schwieigkeiten hat. Alles was man tun muss, ist sich bei WordPress.com zu registrieren. Danach kann man sich eines der zur Verfügung gestellten Designs aussuchen und ein wenig daran herumbasteln et voilà – das Bloggen kann beginnen. Die Registrierung ist übrigens kostenlos.

Beim self-gehosteten WordPress.org läuft alles etwas zeitaufwendiger ab. Man benötigt einen Webspace und eine eigene Domain. Der Vorteil ist jedoch man hat mehr Möglichkeiten bei der Anpassung und Individualisierung der WordPress-Webseite.

2. Was du benötigst um WordPress.org zu installieren:

Webspace:

Bevor du mit dem Bloggen loslegen kannst, musst du dir vorerst einen Webspace und eine eigene Domainadresse kaufen. Es gibt unmengen von Anbietern, die du nutzen kannst. Ich kann dir „Domainfactory“ (<— klick) empfehlen. Meine Erfahrungen mit Domainfactory waren nur positiv. Man bekommt für kleines Geld pro Monat einen Webspace und eine eigene Domainadresse (wichtig: mit PHP und MySQL bestellen) zur Verfügung gestellt. Außerdem erfolgt die weitere Installation durch Domainfactory vereinfachter als durch manch andere Anbieter, da sie WordPress schon integriert haben und man es nur noch aktivieren muss. Bei anderen Anbietern muss man WordPress.org downloaden und es dann via einem FTP-Programm auf den Webspace hochladen.

Domain:

Eine Domain (Webseitenadresse) kannst du mit einem Webhosting-Paket dazukaufen. Manchmal sind sie im Paket bereits inkludiert. Hier kannst du dir individuell aussuchen, wie deine Adresse zu lauten hat und welche Endung sie haben soll (at, com, de, net etc). Je nach Verfügbarkeit, es kann nämlich sein, dass es deine Adresse schon gibt, kannst du dir deine Domain einrichten.

Datenbank:

Ganz wichtig ist, dass du bei deinem Webspace-Paket die Möglichkeit hast, eine Datenbank anzulegen. Diese benötigst du unbedingt, um WordPress nutzen zu können. Um Zugriff auf deine Datenbank zu erhalten, benötigt du ein Passwort, das man zB bei Domainfactory im Kundenmenü aufrufen kann. Bei Domainfactory war die Datenbank bereits angelegt.

3. Wie aktiviere ich WordPress.org bei Domainfactory?

Im Kundenmenü findest du einen Punkt „Software“. Den Unterpunkt „Open-Source-Applikation“ anklicken. Dann auf „Blog-Software“ gehen und „WordPress“ wählen und last but not least auf „WordPress installieren“ klicken.

4. Als Admin bei WordPress.org anmelden:

Nachdem du mit deiner WordPress.org-Installation fertig bist, kannst du die folgende URL zur Anmeldung deiner WordPress-Seite aufrufen:
http://deineurl.at/wp-admin/install.php

Jetzt sollte eine Seite in deinem Browser erscheinen, auf der du deine WordPress-Seite und dich als Admin anmelden kannst. Sobald die Anmeldung beendet ist, kannst du nun auf deinen WordPress-Adminbereich zugreifen und mit der Einrichtung deines Designs beginnen.

5. Wie errichte ich mein eigenes Design:

Du hast nun verschiedene Möglickeiten: Entweder du entscheidest dich für ein bereits hochgeladenes Theme (Design) – dieses musst du nur mehr installieren, oder du kaufst dir ein neues Design, das du dann noch hochladen musst. Um die Variante 1 möglich zu machen, musst du dich unter „Design“, dann „Themes“ für ein Design entscheiden. Unter „Theme hochladen“ findest du Rubriken wie „empfohlen“, „neueste“ etc, wo du dir ein Theme aussuchen kannst.

Entscheidest du dich für Variante 2, dann musst du zunächst einmal ein neues Design kaufen. Du kannst dabei nach neuen Themes googlen, indem du die Begriffe „wordpress.org Themes“ verwendest. Ein Theme kann bis zu 70 Dollar kosten. Hast du ein neues Theme erworben, musst du von diesem zunächst einmal eine Zip-Datei erstellen. Besitzt du einen Mac musst du beim Downloaden des Themes einfach mit der linken Maustaste auf downloaden klicken und danach verknüpfte Datei wählen. Danach speichert sich dein Theme als Zipdatei auf deinem Computer. Du benötigt unbedingt eine Zipdatei, um dieses Theme bei WordPress.org hochladen zu können.

Wenn du diese Hürde überwunden hast, geht es wieder zurück zum WordPress.org-Adminbereich. Wiederum auf „Designs“, „Themes“ und dann „Themes installieren“ klicken. Dann auf „Hochladen“ und die Zipdatei auswählen. Auf „jetzt installieren“ klicken. Endlich – dein Theme ist nun installiert. Manchmal kann es sein, dass du unter „Theme verwalten“ beim jeweiligen Theme auf „aktivieren“ klicken musst, damit es dann komplett installiert ist. Nun kannst du dich ein wenig mit der Designeinstellung spielen.

Manchmal ist die Installation des Designs jedoch nicht so einfach. Die Themes können oft zu groß sein und benötigen daher eine manuelle Installation. Tja, so war es bei mir :-).

6. Manuelle Theme-Installation via FTP (FileZilla):

An dieser Stelle hab ich beinahe meine Nerven weggeworfen, da ich null Plan hatte was genau gemeint war. Doch nach einigen Stunden herumsuchen, hatte ich den Dreh heraußen.

So funktioniert`s:

Lade dir zunächst FileZilla unter www.filezilla-project.org kostenlos herunter. Wenn du fertig bist, sollte die geöffnete Datei so aussehen:

FileZilla

Oben findest du einen Bereich mit

– Server

-Benutzername

-Passwort

-Port

Diese Daten findest du bei Domainfactory in deinem Kundenmenü unter „FTP-Accounts“. Bei anderen Anbieter kann es durchaus sein, dass dir diese Daten bei der Anmeldung per Mail zugesendet werden. Der Server ist meist ftp.deinedomain.at(oder com, de jenachdem was du dir ausgesucht hast). Bei Port einfach die Nummer 21 einfügen.

Beim nächsten Schritt wird deine gedownloadete Designdatei manuell hineingezogen. Hast du die Datei nur als Zipdatei gespeichert, dann musst du sie vorher entzippen (ganz wichtig: nicht als Zipdatei hineinziehen).

Nachdem du die Datei entzippt hast, wende dich wieder deinem geöffnetem FileZilla-Fenster zu. Rechts findest du einen Bereich mit „Webseiten“ – anklicken. Dann „WordPress“ und weiters „wp-content“ anklicken. Danach deine Designdatei in diesen geöffneten Bereich mit der Maus hineinziehen. Es kann nun einige Minuten dauern bis dein Design installiert wird. Nach Beendigung der Installation, musst du dein Design noch unter „Themes verwalten“ in deinem WordPress-Adminbereich aktivieren und voilà – das Design sollte nun fertig installiert sein.

Mir hat dieses Youtube-Video beim Hochladen via FTP sehr viel weitergeholfen.

7. Inhalt von WordPress.com exportieren und auf WordPress.org importieren:

Das nächste Problem, das ich hatte war: Wie bringe ich meine Beiträge von WordPress.com zu WordPress.org? Hört sich schwer an, ist es aber überhaupt nicht. Alles was du tun musst, ist bei WordPress.com unter „Werkzeug“ auf „Daten exportieren“ gehen und auf „Export-Datei herunterladen“ klicken. Hierbei speichert sich eine Datei. Diese bei WordPress.org unter „Werkzeug“, dann „Daten importierten“ hochladen.

8. WordPress.com auf WordPress.org umleiten:

Nun hatte ich einen Blog auf WordPress.com und auf WordPress.org. Um das zu vermeiden, gibt es eine Möglichkeit von dem einen Blog auf den anderen umzuleiten. Das ganze jedoch leider kostenpflichtig. Ist aber nicht allzu teuer. Bei WordPress.com kannst du unter „Store“ und dann „Domains“ deinen Blog umleiten lassen. Das bedeutet, dass Leute, wenn sie deine alte URL eingeben automatisch auf deinen neuen Blog umgeleitet werden. Du musst einfach nur deine neue Domain angeben, dich anmelden und die Gebühr mit Visa entrichten.

9. Und was ist, wenn ich Blogger.com nutze?

Heißer Tipp: Copypastelove (<– klick)! Das fleißige Team von Copypastelove bloggt regelmäßig sehr nützliche Anleitungen für Blogger.com-Nutzer. Schau vorbei und mach dir selbst ein Bild :).

Viel Erfolg!

Morgen gibt es auf Dedicated to zu dem Thema „WordPress, Blog erstellen, Designs“ eine kleine Überraschung.

Stay tuned!