zuckerreduziert durch den Jänner?

Ich habe euch ja bereits hier von meinem keinen Vorhaben/Experiment, dem Jänner mit weniger Zucker zu begegnen, erzählt. Grund dafür war bzw. ist auch weiterhin, meine katastrophale Ernährung und ich merke mittlerweile, wie sehr sich die schlechte Ernährung auf meine Motivation und gesamten Gemütszustand auswirkt. Aus diesem Grund habe ich in den letzten Monaten viel über dieses Thema gelesen, recherchiert, mir Bücher gekauft und mich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt. Mein Lieblingsbuch ist übrigens Goodbye Zucker von Sarah Wilson, welches mir ein lieber Arbeitskollege empfohlen hat und den 8-Wochen-Plan (basiert nicht auf einer durchgehenden komplett zuckerfreien Ernährung, sondern auf einer zuckerreduzierten Lebensweise) von Sarah tatsächlich durchgezogen hat.

Hat es geklappt?

So, jetzt habe ich also den gesamten Jänner versucht zuckerreduzierter zu essen. Ich wollte den Jänner über nicht jede Zutat nach jedem Gramm Zucker überprüfen, sondern versuchen Schokolade und Co so gut wie möglich zu vermeiden und dabei mehr Gemüse, Vitamine und gesunde Fette zu essen. Tja, ob es geklappt hat? Zu meiner Überraschung hat es zu Beginn sehr gut funktioniert. Ab Woche zwei kamen jedoch die ersten Entzugserscheinung und in einem schwachen Moment griff ich zum Soja-Vanille-Pudding. In Woche drei dann sogar zu einer ganzen Packung Drageekekse und naja, in Woche vier konnte ich meinem Liebling der Milchschokolade Milka und einer Lilapause nicht widerstehen. Aber in Summe war es für mich ein großer Erfolg, da mein Naschverhalten in einem normalen Monat locker das 5-fache beträgt.

Was war die Wirkung?

Da mir die Kalorien natürlich durch das Nichtnaschen gefehlt haben, habe ich versucht es durch gute Fette zu ersetzen, wie zB Avocado, Lachs, Eier, Nüsse, Kokosöl usw. So viel Avocado habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht gegessen und das erstaunliche war, ich hatte extrem viel Lust auf gesunde Nahrung. Sobald ich eine kleine Schokoladenlust verspürte, ersetze ich diese durch Nüsse oder einen großen (!!!) Teller Gemüse, Lachs und Avocado. Danach war die Lust meist weg, da ich komplett satt gegessen war. Ein weiterer guter Schmäh war – Zähne putzen. Versucht das mal. Nach dem Essen eine kleine Pause machen und dann Zähne putzen. Manchmal hilft es, dass Schokoladenlustgefühl zu vertreiben. Oder versucht es mit einem Löffelkäse (mit Öl beträufeln, Salz und Kräutern). :)

Ob mir die Ernährungsumstellung tatsächlich geholfen hat wieder etwas spritziger zu werden, kann ich nicht mit 100 %iger Überzeugung sagen, da ich den Jänner über leider 3 Wochen lang eine Grippe zu bekämpfen hatte. Mit so einem dummen Schnupfen, der einfach nicht weggehen möchte, fühlt man sich dann auch nicht zu 100 % motiviert und fit. Ich glaube aber, dass wenn man diese Vorgehensweise auf Dauer betreibt, es sehr wohl eine positive Wirkung haben wird. Aus diesem Grund werde ich das weiterhin mitverfolgen und euch wieder berichten.

Negative Aspekte?

Mein Ziel war/ist es eine gesunde und für mich richtige Ernährungsweise zu finden und nicht abzunehmen, da ich mir eh schon ständig anhören muss, wie dünn ich denn nicht bin und, dass ich mehr essen soll. Wer solch eine zuckerreduzierte Umstellung betreibt bzw. weniger naschen und dabei nicht abnehmen möchte, sollte natürlich die Naschkalorien mit neuen gesunden Kalorien ersetzen. Wie in dem Absatz oben bereits erwähnt, habe ich versucht mehr gesunde Fette zu mir zu nehmen, was anscheinend doch zu wenig war, da ich letztendlich 2-3 Kilo abgenommen habe. Dies hat mir aber wieder nur verdeutlicht, wie schlecht meine Ernährung ist: Ich verzichte auf Süßes und versuche mehr und mehr Mahlzeiten zu essen und nehme trotzdem ab. Das liegt wohl daran, dass ich meine Mahlzeiten oft mit sehr kalorienreichen Naschereien ersetzt habe. Ich bin echt so deppat :). Wer dadurch auch tatsächlich abnehmen möchte, für den kommt das natürlich wie gerufen.

Wie geht`s jetzt weiter?

Komplett zuckerfrei und ohne Junk Food leben, das kann ich leider nicht und will ich auch nicht. Ich liebe Pizza, Burger, Schoki und Co viel zu sehr. Ich denke aber, der gute alte Mittelweg ist für mich genau das Richtige: Zwar nicht auf Schokolade und Co komplett verzichten, aber es bewusst reduzieren und mehr Vitamine essen. Wie gesagt, eine große (!!!) Portion Gemüse, Fisch und Avocado haben bei mir das Schokogefühl oft verjagt. Wenn man komplett satt ist, denkt man nicht mehr über Schokolade und Co nach.

Habt ihr vielleicht schon Erfahrungen in die Richtung zuckerreduziert essen gemacht? Und habt ihr ein Lieblingsrezept, welches man schnell zubereiten kann und ihr weiterempfehlen würdet?

  • Comments

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    katy fox

    haha :) Einmal im monat kommt wird auf meinem blog ein zuckerfreies rezept von dem i quit sugar programm vorgestellt :) ich versuche immer in der fastenzeit auf zucker zu verzichten :)
    ist gar nicht so leicht :)
    toller beitrag :)

    glg katy

    http://www.lakatyfox.com

    • avatar
      tinera

      Ja, habe ich schon gesehen. Durch dich habe ich dann auch erst gecheckt, dass Sarah sogar einen eigenen Blog hat. Richtig richtig cool. :-)

      LG
      Tina

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